Den Traum vom eigenen Haus verbindet jeder Bauwillige untrennbar mit der Suche nach dem passenden Grundstück. Doch der Weg vom Finden des Baugrundstücks bis zum Notartermin ist komplex und will gut vorbereitet sein. In Regionen wie Lübeck, Ostholstein, Plön oder Stormarn - wo Baugrundstücke durch Bauboom und hohe Nachfrage zunehmend rar werden - gilt es umso mehr, jeden Schritt beim Grundstückskauf sorgfältig zu gehen. Erstkäufer, Familien und Rückkehrer aus Hamburg oder Kiel fragen sich: Wie finde ich mein Baugrundstück? Was muss ich beachten, bis das Grundstück endlich mir gehört? Dieser Ratgeber gibt eine fließend erzählte Checkliste Grundstückskauf an die Hand - vom ersten Suchauftrag bis zur Eintragung ins Grundbuch.
Das richtige Grundstück finden - von Lübeck bis Ostholstein
Am Anfang steht die Suche nach dem passenden Grundstück. Zu Beginn lohnt es sich, eine persönliche Checkliste der Wunschkriterien zu erstellen: Wie weit darf der Arbeitsweg maximal sein? Brauchen wir Schulen und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe? Ist die Umgebung kinderfreundlich? Wie wichtig sind Ruhe oder Natur? Solche Überlegungen schränken zwar das Angebot ein, helfen aber dabei, gezielt nach dem idealen Bauplatz zu fahnden.
In der Küstenregion Ostholstein und im Umland von Lübeck gibt es unterschiedliche Wege, fündig zu werden. Online-Immobilienportale sind oft die erste Anlaufstelle und liefern einen schnellen Überblick über verfügbare Grundstücke. Hier können Sie herausfinden, welche Größen, Lagen und Preise typisch sind und gleichzeitig Ihre Kriterien schärfen. Daneben spielt das lokale Umfeld eine große Rolle: Schauen Sie unbedingt auch auf die Webseiten der Städte und Gemeinden oder in regionale Zeitungen. Viele Kommunen schreiben eigene Baugrundstücke aus - oft preiswerter, da ohne Maklerprovision. Gerade in beliebten Gemeinden Ostholsteins oder Plöns können solche öffentlichen Angebote einen Glücksgriff bedeuten.
Vergessen Sie nicht die persönlichen Netzwerke: Sprechen Sie im Bekanntenkreis offen über Ihren Bauwunsch. Häufig erfährt man „über drei Ecken“ von einem verfügbaren Grundstück, noch bevor es offiziell inseriert wird. Auch scheinbar unscheinbare Baulücken in bestehenden Wohngebieten sollte man im Auge behalten - mit etwas Planung lassen sich selbst schmale Lücken bebauen. Ebenso lohnt ein Blick auf Sonderwege: Vielleicht käme ein Grundstück auf Erbpacht in Frage, wenn Kaufen zu teuer ist - dabei zahlen Sie einen jährlichen Erbbauzins und können das Grundstück nutzen. Oder Sie beteiligen sich an einer Bauherrengemeinschaft, um gemeinsam Land zu erwerben, das später aufgeteilt wird. Kurz gesagt: Halten Sie alle Sinne offen bei der Grundstückssuche und nutzen Sie alle verfügbaren Quellen in Ihrer Region. So erhöhen Sie Ihre Chancen, in Lübeck und Umgebung ein Stückchen Heimat für Ihr zukünftiges Haus zu finden.
Gründliche Vorbereitung: Budget, Lage und Behördliches
Hat sich ein vielversprechendes Grundstück am Horizont abgezeichnet, beginnt die Phase der gründlichen Vorbereitung. Zunächst sollte der finanzielle Rahmen abgesteckt werden. Wie viel darf das Grundstück kosten und wie viel können Sie sich leisten? Stellen Sie frühzeitig eine detaillierte Budgetplanung auf - inklusive aller Nebenkosten des Grundstückskaufs. Denken Sie an Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchgebühren und gegebenenfalls Maklercourtage, die zusammen schnell rund 8-10% des Kaufpreises ausmachen. (In Schleswig-Holstein beträgt die Grunderwerbsteuer aktuell 6,5% des Kaufpreises, der höchste Satz in Deutschland.) Diese Nebenkosten müssen in Ihre Finanzierung einkalkuliert werden. Planen Sie zudem einen Puffer ein, um unvorhergesehene Ausgaben abzufedern - sicher ist sicher.
Parallel zum Budget sollten Sie die Rahmenbedingungen des Grundstücks ausloten. Entscheidend ist die Lage: In begehrten Küstenorten oder nahe Lübeck und Hamburg sind Grundstückspreise deutlich höher als in ländlichen Gemeinden im Hinterland. Dafür bietet ein Grundstück im Speckgürtel meist eine bessere Infrastruktur und Anbindung. Überlegen Sie, welche Kompromisse Sie eingehen wollen. Achten Sie auch auf Faktoren wie mögliche Lärmquellen in der Umgebung. Ständiger Verkehrslärm durch eine nahe Hauptstraße oder Bahntrasse kann nicht nur die Nerven, sondern auch den Grundstückswert erheblich belasten. Umgekehrt steigern grüne Umgebung, Naherholung und gewachsene Nachbarschaften die Lebensqualität - besonders für Familien. Informieren Sie sich über die Infrastruktur: Wie weit sind Kindergarten, Schule, Supermarkt und Arzt entfernt? Gibt es Bus- oder Bahnanschluss? Nicht zuletzt sollte die Entfernung zum Arbeitsplatz in Ordnung sein, damit der Traum vom Landleben nicht täglich in Stress umschlägt.
Ein wichtiger Vorbereitungspunkt ist außerdem die Beschaffenheit und Eignung des Grundstücks. Prüfen Sie, ob das Grundstück erschlossen ist - liegen Anschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser und Telefon bereits an? Wenn nicht, müssen Sie die Erschließung noch bezahlen, was je nach Aufwand 10.000-15.000 € kosten kann. Auch ein Blick in den Bebauungsplan der Gemeinde ist unverzichtbar. Er gibt Aufschluss darüber, ob und wie Sie bauen dürfen. Dort finden sich Vorgaben zu Bauweise und Nutzung: beispielsweise Baufenster und Grenzabstände, erlaubte Gebäudehöhen, Dachformen und vieles mehr. In Norddeutschland schreibt ein Bebauungsplan etwa mitunter vor, dass nur Häuser mit rotem Ziegeldach gebaut werden dürfen - solche Details sollten Sie unbedingt kennen, bevor Sie ein Grundstück kaufen. Falls kein Bebauungsplan existiert, gelten die Vorgaben des §34 BauGB (nachbarschaftliche Bebauung), was etwas mehr Ungewissheit mit sich bringt. Topografische Gegebenheiten spielen ebenfalls eine Rolle: Ist das Grundstück eben oder Hanglage? Wie steht es um die Sonneneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit? Liegt der Grund in einem Mischgebiet mit möglicher Gewerbenutzung in der Nachbarschaft? In Mischgebieten kann die Lärmbelastung höher und die Wohnqualität geringer sein. In unserer norddeutschen Region sollten Sie zudem die Wind- und Schneelastzone beachten: Küstennahe Lagen können hohe Windlasten haben, und in schneereichen Gegenden muss das Dach entsprechend statisch ausgelegt werden - all das kann die Baukosten beeinflussen. Auch ob das Areal in einem Überschwemmungsgebiet oder gar einem alten Moor liegt, ist wichtig zu wissen, da dies Bauauflagen und spezielle Versicherungen nach sich ziehen könnte. Diese vorbereitenden Überlegungen und Recherchen helfen, das Wunschgrundstück realistisch einzuschätzen, noch bevor es ernst wird.
Besichtigung des Grundstücks: Eindrücke, Augen auf und Bauchgefühl
Irgendwann ist es so weit: Sie haben ein Grundstück in Aussicht und vereinbaren eine Besichtigung. Dieser Termin ist mehr als nur ein Spaziergang - er kann entscheidend dafür sein, ob Sie sich später auf Ihrem Grund und Boden wirklich wohlfühlen. Vor Ort zählt zunächst Ihr persönlicher Eindruck: Nehmen Sie die Atmosphäre in sich auf. Können Sie sich vorstellen, hier jeden Tag nach Hause zu kommen? Passt die Umgebung zu Ihrer Familie und Ihrem Lebensstil? Dieses Bauchgefühl ist wichtig - aber ebenso wichtig ist es, dabei mit wachem Blick alle Fakten zu prüfen.
Gehen Sie das Grundstück systematisch ab. Achten Sie auf die Grenzen: Sind die Markierungen oder Zäune eindeutig, entspricht die Fläche der Beschreibung? Ist das Grundstück zuschnittlich so, dass Ihr geplantes Haus und ein schöner Garten darauf Platz finden? Prüfen Sie die Zufahrt - führt eine öffentliche Straße ans Grundstück, oder gibt es etwa ein Wegerecht über Nachbars Land? Hören Sie genau hin: Welche Geräusche prägen die Umgebung? Vielleicht ist es idyllisch still - oder vielleicht vernimmt man das Rauschen der nahen Bundesstraße oder das Pfeifen entfernter Züge. Stehen große Bäume auf dem Grund, die schön Schatten spenden könnten? Bedenken Sie aber: Nicht jeder alte Baum darf einfach gefällt werden, oft braucht es eine Genehmigung, wenn er im Weg steht. Untersuchen Sie auch den Boden oberflächlich: Wirkt das Gelände trocken oder eher sumpfig? Gibt es Hinweise auf frühere Nutzungen, z.B. Fundamente, Schutt oder Ölspuren im Boden? Solche Indizien könnten auf spätere Probleme oder Altlasten hindeuten.
Zögern Sie nicht, Fragen zu stellen - sowohl dem Verkäufer oder Makler als auch Anwohnern. Wenn möglich, plaudern Sie mit den zukünftigen Nachbarn nebenan: Ein kurzes Gespräch über die Wohngegend kann wertvolle Einblicke liefern, ob man sich dort wohlfühlen wird. Fragen Sie ruhig, wie die Nachbarschaft so ist, ob es z.B. regelmäßige Lärmquellen gibt oder was man als Zugezogener wissen sollte. Nicht selten kommen bei solchen Gesprächen interessante Details ans Licht, die kein Exposé verrät.
Eine Besichtigung lohnt sich idealerweise zu verschiedenen Tageszeiten. Was mittags friedlich wirkt, kann abends im Berufsverkehr ganz anders aussehen. Auch Wochenend-Stille kann werktags von emsiger Aktivität abgelöst werden, je nach Umfeld. Versuchen Sie, das große Ganze zu erfassen: das Potenzial des Grundstücks und gleichzeitig mögliche Schattenseiten. Letztlich sollte das Grundstück sowohl Herz als auch Verstand überzeugen. Wenn Ihr Gefühl „Ja“ sagt und auch die harten Fakten stimmen, haben Sie einen wichtigen Meilenstein geschafft - Sie haben Ihr Grundstück gefunden. Doch bevor Sie euphorisch zum Kauf schreiten, gilt es im nächsten Schritt, das Objekt Ihrer Begierde gründlich zu prüfen.
Prüfung vor dem Kauf: Altlasten, Bodenqualität und Rechtliches
Nun beginnt die wohl nüchternste, aber unverzichtbare Phase der Checkliste Grundstückskauf: die sorgfältige Prüfung des anvisierten Grundstücks. Hierbei geht es darum, wirklich alles über die Parzelle herauszufinden, um böse Überraschungen auszuschließen. Ein wichtiger Aspekt ist die Altlastenprüfung. Finden sich Hinweise darauf, dass auf dem Grundstück früher etwas stand oder gelagert wurde? Beispielsweise können Ölspuren, Betonreste oder ungewöhnliche Verfärbungen im Boden Indizien sein. Beachten Sie: Sollte der Boden mit umweltgefährdenden Stoffen kontaminiert sein - etwa Altöl, Chemikalien oder Asbestreste - muss der Käufer die Sanierung bezahlen, was sehr teuer werden kann. Um so etwas auszuschließen, sollte man im Zweifelsfall lieber ein Bodengutachten von einem geotechnischen Fachmann durchführen lassen. Ein solches Gutachten kostet ein paar hundert Euro, kann aber Gewissheit über die Bodenqualität und Tragfähigkeit geben - ein geringer Preis im Vergleich zu potenziellen fünfstelligen Sanierungskosten. Viele Massivhausanbieter (so auch Town & Country) haben ein Bodengutachten übrigens im Leistungsumfang inklusive, da es für die Planung unerlässlich ist.
Parallel dazu gehört ein Blick in die öffentlichen Register zur Pflicht des Käufers. Ziehen Sie einen Auszug aus dem Grundbuch, um zu prüfen, ob der Verkäufer überhaupt als Eigentümer eingetragen ist und ob Lasten und Rechte Dritter auf dem Grundstück liegen. Oft finden sich dort Grundschulden (etwa wenn der Vorbesitzer das Grundstück beliehen hat) oder Dienstbarkeiten wie Wegerechte oder Leitungsrechte. Solche Einträge müssen Sie kennen - Grundschulden des Vorbesitzers sollten vor Übernahme gelöscht werden, und Dienstbarkeiten übernehmen Sie gegebenenfalls mit dem Land. Ebenso wichtig: das Baulastenverzeichnis der Gemeinde. Dort ist vermerkt, ob es sogenannte Baulasten gibt - etwa eine Pflicht, eine Zufahrt für ein Nachbargrundstück offenzuhalten, oder ein Überbau, den man dulden muss. Auch ein Altlastenkataster führt die Gemeinde, in dem verzeichnet ist, ob das Grundstück als belastet gilt (z.B. ehemaliger Müllplatz oder industriell genutzt). All diese Informationen können in der Regel beim zuständigen Bauamt oder Katasteramt eingeholt werden. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um klar Schiff zu machen: Prüfen Sie mit Hilfe von Grundbuch, Altlastenregister und Baulastenverzeichnis, ob das Grundstück frei von bösen Überraschungen ist.
Neben den offiziellen Unterlagen kann man auch selbst noch einmal Maß nehmen: Vergleichen Sie die sichtbaren Grundstücksgrenzen mit den Angaben im Kaufangebot. Jeder Quadratmeter Unterschied bedeutet bares Geld, und wenn Sie erst nach Vertragsabschluss merken, dass das Grundstück kleiner ist als gedacht, lässt sich das nur schwer geltend machen. Deshalb lieber vorher Zollstock und Lageplan zur Hand nehmen und prüfen, ob alles stimmig ist. Stimmen Fläche und Grenzverlauf, und sind keine Alt- oder Baulasten entdeckt worden, können Sie dem Kauf schon sehr viel beruhigter entgegensehen. Die letzte große Hürde vor dem Notartermin ist nun die Finanzierungsfrage - und auch die sollte vorab geklärt sein.
Finanzierung sicherstellen - kein Notartermin ohne Finanzierungszusage
Ein oft unterschätzter Schritt im Ablauf des Grundstückskaufs ist die rechtzeitige Klärung der Finanzierung. Spätestens jetzt, wo Sie kurz davor stehen, den Kaufvertrag zu unterschreiben, müssen die finanziellen Mittel gesichert sein. Die wenigsten können ein Grundstück aus dem Sparstrumpf bezahlen; in der Regel wird ein Immobiliendarlehen benötigt. Haben Sie bereits zu Beginn Ihr Budget abgesteckt, sollten Sie nun mit Ihrer Bank die konkreten Zahlen durchgehen. Üblicherweise lässt sich die Finanzierung für den Grundstückskauf mit der des Hausbaus kombinieren - viele Käufer nehmen einen Gesamtkredit für Grundstück und Bau auf. Wichtig ist, dass die Bank eine schriftliche Finanzierungszusage erteilt, bevor Sie zum Notar gehen. Tatsächlich wird die Finanzierung in den meisten Fällen erst final abgeschlossen, nachdem der Kaufvertrag notariell beurkundet ist - zur Vertragsunterzeichnung beim Notar sollten Sie jedoch eine Finanzierungszusage der Bank mitbringen. Diese Zusage - oft in Form einer schriftlichen Bestätigung der Bank - zeigt dem Verkäufer, dass Sie den Kaufpreis zahlen können, und dem Notar, dass das Geschäft seriös über die Bühne gehen wird.
Wundern Sie sich nicht, wenn die Bank vor ihrer Zusage noch einmal das Grundstück selbst bewerten will. Für das Kreditinstitut dient das Grundstück als Sicherheit, daher prüft es Lage und Wert meist durch eigene Gutachter oder Referenzwerte. Dieser Prozess läuft im Hintergrund, Sie sollten aber alle dafür nötigen Unterlagen bereithalten (Exposé, Lageplan, ggf. schon den Bebauungsplan oder Bodenrichtwert). Sobald die Bank grünes Licht gibt, können Sie den Notartermin mit einem guten Gefühl ansteuern. In manchen Fällen wird die Bank vorschlagen, den Kaufpreis über ein Notaranderkonto abzuwickeln - das ist ein Treuhandkonto beim Notar, über das das Geld erst ausgezahlt wird, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Dies ist vor allem bei komplexeren Verkäufen oder Zwangsversteigerungen üblich. Häufiger ist jedoch die direkte Zahlung an den Verkäufer nach Fälligkeitsmitteilung. Ihre Bank wird den Kaufpreis jedenfalls erst freigeben, nachdem der Kaufvertrag beim Notar unterzeichnet wurde und alle Bedingungen (z.B. Eintragung der Auflassungsvormerkung) vorliegen. Sie als Käufer müssen aber im Vorfeld sicherstellen, dass die Finanzierung steht - ab jetzt gibt es kein Zurück mehr.
Kaufvertrag und Notartermin: Der rechtssichere Abschluss
Kommen wir nun zum formellen Abschluss des Grundstückskaufs: dem Kaufvertrag und dem Termin beim Notar. In Deutschland muss jeder Grundstückskaufvertrag notariell beurkundet werden, damit er rechtskräftig ist. Das schützt alle Beteiligten und sorgt für einen klaren Ablauf. Der Notar ist eine neutrale Instanz, die weder Verkäufer noch Käufer bevorzugt, sondern auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften achtet. Bereits einige Wochen vor dem geplanten Notartermin erhalten Käufer und Verkäufer vom Notariat einen Vertragsentwurf. Nehmen Sie sich die Zeit, diesen Entwurf gründlich zu prüfen - notfalls auch mit Hilfe eines juristischen Beistands. Achten Sie darauf, dass alle Daten (Kaufpreis, Grundstücksbeschreibung, eventuelle zugesicherte Eigenschaften oder Bedingungen) korrekt und vollständig sind. Sollte Ihnen etwas unklar sein oder missfallen, können bis kurz vor der Beurkundung noch Änderungen vorgenommen werden. Spätestens 14 Tage vor dem Beurkundungstermin sollten Sie den Vertragsentwurf vorliegen haben, damit genug Bedenkzeit bleibt.
Beim eigentlichen Notartermin selbst läuft alles in geordneten Bahnen ab. Der Notar vergewissert sich zu Beginn durch Ausweiskontrolle der Anwesenden, dass alle erforderlichen Personen erschienen sind - Käufer, Verkäufer (ggf. Vertreter mit Vollmacht). Dann nimmt er den Vertrag zur Hand und liest ihn Wort für Wort vollständig vor. Dies mag ungewohnt erscheinen, ist aber gesetzlich vorgeschrieben und gibt allen die Gelegenheit, bei jedem Passus Fragen zu stellen oder Missverständnisse auszuräumen. Zögern Sie also nicht, den Notar zu unterbrechen, falls Fachbegriffe oder Regelungen unklar sind - dafür ist der Termin da. In den meisten Fällen wurden eventuelle Änderungen im Vorfeld geklärt, doch auch während der Verlesung können noch Korrekturen vorgenommen werden, solange beide Seiten einverstanden sind.
Sind alle Punkte besprochen und alle zufrieden, kommt es zur Unterzeichnung des Kaufvertrags durch beide Parteien und den Notar. Mit den Unterschriften ist der Kauf rechtswirksam besiegelt - jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ein Rücktrittsrecht nach der notariellen Beurkundung besteht praktisch nicht mehr, außer in extremen Ausnahmefällen. Der Notar verteilt nun beglaubigte Kopien des Vertrags an Käufer und Verkäufer und übernimmt eine Reihe von Formalitäten im Anschluss. So kümmert sich der Notar beispielsweise um die Eintragung einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch, die den Anspruch des Käufers auf Übereignung des Grundstücks sichert. Diese Vormerkung ist wichtig, damit das Grundstück nicht „zwischenverkauft“ werden kann oder der Verkäufer insolvent bedingt Zugriff Dritter erfolgt. Falls noch Genehmigungen oder Dokumente fehlen (z.B. Verzichtserklärungen, Löschungsbewilligungen für alte Grundschulden), holt der Notar diese ein. Zudem meldet er den Kauf dem zuständigen Finanzamt, was die Grunderwerbsteuer ins Rollen bringt.
Ein guter Kaufvertrag enthält in der Regel auflösende Bedingungen und Fälligkeitsvoraussetzungen, die jetzt greifen. Beispielsweise wird meist vereinbart, dass der Kaufpreis erst gezahlt werden muss, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören typischerweise: die Eintragung der Auflassungsvormerkung, das Vorliegen aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen, die Löschung etwaiger alter Grundschulden des Verkäufers (damit Sie das Grundstück lastenfrei übernehmen können) und der Verzicht der Gemeinde auf ihr gesetzliches Vorkaufsrecht. Erst wenn alle diese Punkte abgehakt sind, stellt der Notar eine Fälligkeitsmitteilung aus. Darin steht, bis wann und auf welches Konto der Kaufpreis zu zahlen ist - oft binnen zwei bis vier Wochen nach Zugang der Mitteilung.
Für Sie als Käufer bedeutet das: Nach dem Notartermin haben Sie erst einmal etwas Zeit, bevor das Geld fließt, aber Sie sollten die Fristen im Blick behalten. Nutzen Sie die Zeit, um mit Ihrer Bank die letzten Schritte zu gehen. In vielen Fällen überweist die Bank den Betrag direkt an den Verkäufer, sobald die Fälligkeitsmitteilung vorliegt. In manchen Fällen erfolgt die Zahlung auf das erwähnte Notaranderkonto und der Notar verteilt das Geld weiter (etwa wenn noch Gläubiger des Verkäufers bedient werden müssen). Wichtig zu wissen: Die Notarkosten und die Gebühren für den Grundbucheintrag werden separat in Rechnung gestellt und sind ebenfalls vom Käufer zu tragen - meist erhalten Sie dafür einige Wochen nach Vertragsschluss eine Rechnung vom Notar bzw. Grundbuchamt. Diese Kosten betragen zusammen etwa 1,5-2% des Kaufpreises.
Mit der Unterschrift beim Notar ist der Kaufakt im Wesentlichen abgeschlossen. Doch ehe Sie sich glücklich Eigentümer nennen können, sind noch ein paar Nachwirkungen zu erledigen.
Nach dem Notartermin: Von der Zahlung zur Grundbucheintragung
Die Zeit nach dem Notartermin ist geprägt von etwas Geduld und Bürokratie - doch keine Sorge, Ihr Grundstückskauf befindet sich jetzt auf der Zielgeraden. Als erstes steht natürlich die Zahlung des Kaufpreises an, gemäß dem Vertrag bzw. der Fälligkeitsmitteilung. Stellen Sie sicher, dass das Geld fristgerecht beim Verkäufer (oder Notaranderkonto) eingeht. Sobald der Verkäufer sein Geld hat und dies dem Notar bestätigt ist, kann der finale Schritt erfolgen: die Umschreibung im Grundbuch.
Parallel dazu meldet sich das Finanzamt mit dem Bescheid zur Grunderwerbsteuer. In Schleswig-Holstein sind wie erwähnt 6,5% des Kaufpreises fällig. Sie erhalten typischerweise wenige Wochen nach Vertragsunterzeichnung den Steuerbescheid und müssen die Summe innerhalb einer festgelegten Frist an das Finanzamt überweisen. Diese Steuer ist eine Voraussetzung dafür, dass Sie als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden - das Finanzamt stellt nach Zahlung nämlich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Dieses Dokument bestätigt dem Grundbuchamt, dass keine steuerlichen Einwände mehr bestehen. Der Notar wird die Umschreibung erst veranlassen, wenn ihm diese Bescheinigung vorliegt. Zögern Sie also die Steuerzahlung nicht hinaus.
Sind Kaufpreis und Grunderwerbsteuer bezahlt und alle Vertragsauflagen erfüllt, veranlasst der Notar die Eintragung des Eigentumswechsels beim Grundbuchamt. Nun wird amtlich, was Sie beim Notar besiegelt haben: Der Vorbesitzer wird im Grundbuch gelöscht und Sie werden als neuer Eigentümer eingetragen. Gleichzeitig werden eventuelle Alt-Einträge bereinigt - etwa alte Grundschulden des Vorbesitzers oder Löschungsvermerke, falls im Kaufvertrag so vereinbart. Wenn dieser Moment gekommen ist, dürfen Sie sich ganz offiziell Eigentümer des Grundstücks nennen. Herzlichen Glückwunsch - damit liegt der Grundstein für Ihr Traumhaus!
In der Regel informiert der Notar beide Parteien, sobald die Grundbucheintragung erfolgt ist und der Kaufprozess damit endgültig abgeschlossen ist. Oft erhält man zum Abschluss eine Kopie des Grundbuchauszugs mit dem eigenen Namen - ein kleiner Moment des Stolzes. Ab diesem Zeitpunkt geht auch die Verkehrssicherungspflicht für das Grundstück auf Sie über, und je nach Vertragsvereinbarung auch Nutzen und Lasten (Grundsteuer etc.). Juristisch gesehen ist das Grundstück nun auf Sie übergegangen.
Praktisch heißt das: Sie können jetzt mit den nächsten Schritten loslegen. Vielleicht beantragen Sie nun die Baugenehmigung für Ihr Haus, sofern das nicht parallel schon passiert ist. Vielleicht lehnen Sie sich auch einen Moment zurück und genießen das Gefühl, ein Stück Holsteinischen Bodens Ihr Eigen zu nennen. In jedem Fall liegt ein großer Teil des Weges hinter Ihnen - vom ersten Grundstücksangebot bis zum Grundbucheintrag. Doch Sie mussten ihn nicht allein gehen - und für die nächsten Schritte beim Hausbau müssen Sie das ebenso wenig.
HOH Hausbau Ostholstein - Ihr Begleiter von Grundstückssuche bis Traumhaus
Gerade in einer von hoher Nachfrage geprägten Region wie Ostholstein, Lübeck und den umliegenden Kreisen ist es Gold wert, einen erfahrenen Partner an seiner Seite zu wissen. Die HOH Hausbau Ostholstein GmbH & Co. KG ist als regionaler Town & Country Haus Partner genau ein solcher Begleiter - kompetent, bodenständig und mit der Gegend verwurzelt. HOH weiß um die Besonderheiten der Küstenlage, um die kleinen Gemeinden im Hinterland und die Dynamik des Immobilienmarktes zwischen Hamburg und Fehmarn. Bauherren von Town & Country Haus erhalten bei uns alles aus einer Hand: das Massivhaus, die Finanzierung und sogar Hilfe bei der Grundstückssuche. Auf Wunsch unterstützen wir Sie von Anfang an dabei, ein geeignetes Grundstück in Lübeck, Ostholstein, Plön oder Stormarn zu finden - durch unsere Vernetzung bekommen wir oft frühzeitig Hinweise auf verfügbare Bauplätze. Haben Sie Ihr Grundstück gefunden, lassen wir Sie ebenfalls nicht allein: Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen die Bebaubarkeit, helfen bei Bedarf, den Bebauungsplan zu verstehen, und geben ehrliches Feedback, ob sich Ihr Traumhaus dort realisieren lässt.
Mit HOH Hausbau Ostholstein haben Sie einen zuverlässigen Partner, der Sie Schritt für Schritt ins eigene Massivhaus begleitet. Vom ersten Beratungsgespräch über die Planung und Finanzierung bis hin zum Notartermin und darüber hinaus stehen wir an Ihrer Seite. Dank jahrzehntelanger Erfahrung - Town & Country Haus hat bereits über 45.000 Häuser gebaut - kennen wir die typischen Stolpersteine und wissen, worauf es ankommt, damit Ihr Projekt reibungslos verläuft. Ob Grundstückssuche, Kaufvertrag oder Bauphase - Ihr Hausbau wird von uns sicher, zügig und kompetent umgesetzt.
Natürlich bleibt jede Entscheidung Ihre eigene: Wir drängen weder Grundstücke noch Verträge auf, sondern verstehen uns als verlässlicher Lotse, der Ihnen den Kurs weist. Die letztendliche Steuerung haben Sie als Bauherr:in immer in der Hand. Aber es gibt wohl kein beruhigenderes Gefühl, als beim größten Vorhaben des Lebens - dem Bau des eigenen Zuhauses - einen Partner vor Ort zu haben, der die Region kennt und auf den man sich verlassen kann. HOH Hausbau Ostholstein ist genau dieser Partner für Lübeck und Umgebung, der im richtigen Moment da ist, Fragen beantwortet und Probleme löst, bevor sie entstehen.
Der Ablauf eines Grundstückskaufs mag komplex erscheinen, doch mit der richtigen Checkliste und kompetenter Begleitung wird daraus ein gut überschaubarer Prozess. Von der ersten Grundstückssuche über Vorbereitung, Besichtigung, Prüfung, Finanzierung bis hin zu Notartermin und Grundbucheintrag - Schritt für Schritt haben Sie gesehen, was zu tun ist. Jetzt sind Sie bereit, Ihren Traum vom eigenen Haus auf sicherem Boden wahr zu machen. HOH Hausbau Ostholstein wünscht Ihnen dafür viel Erfolg - und steht Ihnen bei Bedarf jederzeit vertrauensvoll zur Seite.





